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M.O.W. 2025: Möbeltrends und Einblicke für den Mittelmarkt

  • Autorenbild: Media ASKT
    Media ASKT
  • 22. Sept.
  • 3 Min. Lesezeit
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Als jemand, der viele Jahre in der Möbelbranche tätig ist, sind Messen für mich mehr als nur Geschäft – sie sind eine Gelegenheit zu sehen, wohin sich unser Markt entwickelt. Die diesjährige M.O.W. Möbelmesse in Bad Salzuflen, die vom 21.–25. September 2025 stattfand, hat erneut bestätigt, warum diese Veranstaltung für den europäischen Mittelmarkt so wichtig ist. Über 500 Aussteller aus mehr als 40 Ländern füllten die 17 Hallen mit 85.000 Quadratmetern des Messezentrums und verwandelten die Stadt in ein echtes Zentrum der Entscheidungsfindung für unsere Branche.


Ich möchte meine Beobachtungen von der diesjährigen Messe teilen – was mich beeindruckt hat, was für Einkäufer am relevantesten ist und wie sich diese Trends mit unseren eigenen Praktiken bei ASKT verbinden.


Outdoor Living im Mittelpunkt

Zum ersten Mal wurde Outdoor Living als eigene Produktkategorie eingeführt. Mehr als 20 Aussteller präsentierten Konzepte, die Garten und Terrasse als „zweites Wohnzimmer“ verstanden. Unternehmen wie Stern und Hartman zeigten wetterfeste Loungesysteme, die ebenso gut in ein Wohnzimmer passen würden. Die Botschaft war eindeutig: Outdoor ist kein saisonales Zusatzgeschäft mehr. Es wird zu einer ganzjährigen Warengruppe mit hohem Lifestyle-Anspruch.

Dienstleistungen rücken in den Vordergrund

Eine weitere Neuerung war die Input Zone, zwischen Halle 11 und 12 platziert, die Dienstleistern eine eigene Bühne bot. Von Logistikpartnern bis zu Software-Entwicklern zeigten Aussteller Lösungen, die inzwischen genauso wichtig sind wie die Produkte selbst. Besonders auffällig war der Einsatz von KI für Planungstools und Katalogerstellung – es ist inzwischen normal, dass Technologie Händlern hilft, Retouren zu reduzieren und das Kundenerlebnis zu verbessern.

Stärkere Markenpräsenz

Ein weiteres Highlight war das Auftreten großer Namen wie SCHÖNER WOHNEN-Kollektion, Kare, Jan Kurtz, Bizzotto, Stern, Hartman, Ronald Schmitt und sogar der wiederbelebten Marke Hülsta. Ihre Präsenz erhöhte das Niveau der Messe insgesamt und bestätigte, dass der Mittelmarkt aufwertet. Besonders bei SCHÖNER WOHNEN in Halle 21, wo ein vollständiges Wohnkonzept – von Möbeln bis Textilien – präsentiert wurde, zeigte sich deutlich, dass Konsumenten heute koordinierte Lösungen erwarten, nicht nur Einzelprodukte.

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Küchen als Taktgeber

Unter den vielen Produktneuheiten fiel Nolte Küchen mit Matrix800 besonders auf. Durch die Erhöhung der Korpushöhe auf 800 mm hat Nolte mehr Stauraum und bessere Ergonomie geschaffen. Eine kleine Änderung mit großer Wirkung, die zeigt, wie Kücheninnovationen auch Wohn- und Esszimmer beeinflussen.

Leonardo Living: Das 24-Stunden-Zuhause

LEONARDO LIVING überzeugte mit seiner „24-Stunden-Lifestyle“-Präsentation. Programme wie AVIGNON für Schlafzimmer und VINCI für Wohnräume zeigten, wie eine konsistente Designsprache durch das gesamte Zuhause fließen kann. Für Einkäufer ist der Vorteil klar: Komplettangebote erleichtern Kunden die Entscheidung und erhöhen den Warenkorbwert.

Der Look 2025

Beim Rundgang durch die Hallen wurden folgende Trends deutlich:

  • Vereinfachte Modularität: weniger SKUs, mehr Kombinationen, werkzeugfreie Montage.

  • Materialien und Oberflächen: sanfte Eichen, glänzendes Glas, Cord, Bouclé und vegane Lederalternativen.

  • Farben und Formen: klare Linien, abgerundete Kanten, neutrale Töne mit blauen Akzenten.

  • Kategoriewachstum: Flur, Bad und hybride Esslösungen.

  • Digitalisierung: KI-Anwendungen sind mittlerweile Standard in Planung und Marketing.

Diese Elemente verbinden Funktionalität mit Lifestyle und spiegeln die Erwartungen heutiger Verbraucher wider.


Verbindung zu ASKT

Bei ASKT sehen wir unsere eigene Strategie im Einklang mit vielen der Messetrends:

  • Wir haben ein Zero-Plastic-Verpackungsprogramm entwickelt, das Kunden hilft, Kosten und Logistikrisiken zu reduzieren und gleichzeitig Nachhaltigkeit zu fördern.

  • Unsere Stoffe sind OEKO-TEX® zertifiziert, flecken- und kratzfest, atmungsaktiv und beinhalten auch Varianten aus recycelten Plastikflaschen, passend zur europäischen Green Policy.

  • Mit unserem KINEXA™ Quick-Connect-Stuhlsystem können Käufer bis zu 30 Kombinationen aus Sitzschalen, Stoffen und Gestellen zusammenstellen – Bestellungen werden einfacher und Lagerbestände risikoärmer.

  • Unsere Werke sind BSCI-zertifiziert, und wir sorgen mit Schutzkleidung und umweltfreundlichen, formaldehydfreien Klebstoffen für Arbeitssicherheit.

  • Anfang dieses Jahres hatte ich die Ehre, auf dem Cover des Magazins möbelmarkt zu erscheinen, wo ich über unser Engagement für Design, Qualität und Innovation sprechen durfte.

Diese Maßnahmen sind Teil unserer Mission: hochwertige, zeitgemäße Esszimmermöbel zu liefern, die das Familienleben bereichern.

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Abschließende Gedanken

Die M.O.W. 2025 war nicht nur ein Ort für Bestellungen – sie war ein klares Signal, wohin sich die Branche bewegt. Outdoor Living, vereinfachte Modularität, stärkere Marken und Digitalisierung prägen die Zukunft des Mittelmarkts. Für mich hat die Messe bestätigt, dass Erfolg darin liegt, Funktionalität, Nachhaltigkeit und Designanspruch zu vereinen.

Bei ASKT sind wir stolz, Teil dieses Weges zu sein und unsere Partner mit Lösungen zu unterstützen, die diese Werte widerspiegeln. Ich habe Bad Salzuflen mit dem Gefühl verlassen, dass sich die Branche in die richtige Richtung entwickelt – und wir bereit sind, unseren Beitrag dazu zu leisten.


Sunbin Qi

CEO, ASKT Furniture

 
 
 

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